Die Ausweidung Boris Beckers…


Boris Becker, einst Tennis-Star und des Deutschen liebster Baschingball, wenn es um die mediale Deutsche Eiche geht, an der die Sau sich reibt. Die Sport-Legende von Wimbledon und Deutschlands einstiger Vorzeigesportler ist seit seinem Ende auf dem Tennisplatz ein Verlierer schlechthin. Als er noch mit AOL – „Ich bin drin“ ins abendliche Wohnzimmer strahlte, stellte er schon da fest; „Wenn alles nur so einfach wäre“! Ist es aber nicht, Bobbele.

Boris Becker

Foto: AGENCY PEOPLE IMAGE

Schon 2001 stand er mit seinem Internetportal SPORTGATE vor der Insolvenz und im Visier der mallorquinischen Finanzbehörden. Nichts Neues also im Leben von Boris. Auch damals schon war der gewichtige Manager Hans-Dieter Cleven an der Seite von Becker und als Mann im Hintergrund aktiv. Aus dem Börsenprojekt wurde jedoch nichts und der Richter im Insolvenzverfahren gegen Boris Becker stellte schon damals aktenkundig fest; dass Herr Becker wohl sehr Leichtfertig und Naiv gehandelt hat. Wörtlich stellte Richter Stefan Bischoff zu Becker fest: „Ich habe den Eindruck, Sie haben sich nicht viel dabei gedacht.“ 

Das muss man auch feststellen, wenn man die Besenkammer-Affäre mit dem Model Angela Ermakowa. Von da an ging es immer weiter bergab. Teure Scheidung, geschäftliche Fehlentscheidungen, enttäuschte Liebe und allerlei falsche „Berater“, die allesamt Boris um sein Geld brachten. Boris scherte das wohl nicht weiter, nein, er verdrängte diese Tatsachen wohl bewusst, da ihm seine Blutsauger alle genau das Gefühl dafür gaben, welches er doch so sehr wollte: Geliebt zu werden. Von Kindestagen an verspottet, konnte er sich jetzt als Superstar diese Liebe erkaufen. Aber es war aus diesem Grund eben nur die Liebe von Prostituierten Medien, Unternehmern und Menschen, die alle nur eines wollten, Becker´s Ruhm und sein Geld.

Tennis-Legende Boris Becker

In diesen Tagen ist wieder soweit, die Hyänen wie cleveren Geschäftsleute sichern sich schnell noch ein Stück von Bobbeles Berühmtheit und Aufmerksamkeit. So will man schnell noch selbst profitieren, wenn Boris wieder einmal in der Öffentlichkeit hingerichtet wird. Es ist so durchsichtig und ekelhaft. Ich bin selbst kein Fan von Boris Becker und habe ihn eigentlich nur ab und an aus den mallorquinischen Medien wahrgenommen, da er ja nun einmal zur Insel irgendwie als Inventar dazu gehört.

Ein weiteres mallorquinisches Inventar macht sich die nun aktuelle Becker-Pleite persönlich zu Nutzen, um eine weitere mediale Perle in seiner Selbstdarstellung hinzuzufügen; Marcel Remus. Der aus dem TV bekannte Makler für Edelimmobilien nutzt den jetzt bestehenden Insolvenzhype um Boris dazu, sich einen medienwirksamen Deal an Land zu ziehen, an dem alle anderen Makler auf Mallorca bisher gescheitert sind. Sicher in erster Linie war es mit den persönlichen „Wertvorstellungen“ von Bobbele schlichtweg unmöglich, sein Anwesen bei Arta zu veräussern. Mit der nun öffentlich bekannten Zwangslage um Boris wird Herr Remus allerdings einen Batzen Geld und Ruhm für sich herausschlagen können. Seriös ist das nicht, den ein wirklich guter Makler hätte diese Angelegenheit diskret und professionell abgewickelt und seinen Kunden nicht noch in aller Öffentlichkeit hingerichtet! Hier geht es unserem Marcel wieder einmal nur um seine Selbstdarstellung auf Kosten anderer.

Marcel Remus Aussage zu Boris Beckers Finca

Jeder hier auf der Insel weiß, dass die Finca im derzeitigen Zustand irgendetwas zwischen 4-5 Millionen Euro bringen könnte und Boris Becker immer gerne 15 Millionen haben wollte. Eventuell gäbe es sogar Liebhaber, welche bereit wären mit Aufpreis das Objekt für 6 – 7,5 Millionen zu erwerben, aber mit diesem offiziellen Abwatschen beleidigt Remus, Boris Becker unnötig und ohne erkennbaren wirtschaftlichen Erfolg. Es wäre wohl besser für Becker, diesen Auftrag ebenso medial wirksam Herrn Remus wieder abzunehmen.

Was allerdings die mediale Ausschlachtung von Beckers Leben betrifft, ist der Axel Springer Konzern ungeschlagene Spitzenkraft. Oft passiert dies sogar ganz subtil und nicht gleich für jeden erkennbar. Im aktuellen Fall nutzt der Springer-Konzern die Pleite von Becker dazu, ein kleines aufstrebendes Start-Up Kind zu puschen.

Anfang des Monats Juli 2017 wurde vom großen US-Domain Hoster GoDaddy die Becker eigene Internetadresse borisbecker.com zur Versteigerung angeboten. Wer dies in Auftrag gab, ist nicht ermittelbar gewesen. Allerdings machte der auffallend niedrige Preis für diese werbeträchtige URL stutzig. Lediglich wenige hundert US-Dollar wollte man in den Ring schmeissen und wer sich im Online-Geschäft etwas auskennt, weiß sofort, da ist was Faul dran!

Screenshot der Auktion von borisbecker.com

Screenshot der Auktion von borisbecker.com

Neuer Besitzer dieser Domain ist seit wenigen Tagen Henning Kruthaup, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens *Sparheld.de*, welches aus dem 2009 gegründeten Unternehmen *MeinGutscheincode.de* hervorging. Wirtschaftliche Interessen hätte er damit keine. „Wir haben das gemacht, weil wir Fans von Boris Becker sind. Und für den Preis ist das auch okay“, sagte Kruthaup dem Springer-Medium WELT. Und so prangt auch sogleich ein rührseliger Text auf der neuerworbenen werbeträchtigen Webseite von Boris:

Bildschirmfoto 23.07.2017 borisbecker.com

Bildschirmfoto 23.07.2017 borisbecker.com

Ohne finanzielle Interessen möchte Kruthaup die Domain an Boris jederzeit zurückgeben und er betont dabei, dass er dies aus ganz uneigennützigen Zwecken machte, um den Mißbrauch der Seite zu verhindern. Man könnte meinen, Robin Hood ist in Berlin wohnhaft.

Neben der eilig herbeigelaufenen Medienschar aus dem Hause Springer, die diese „Wohltat“ gleichwohl medial aufarbeiten und dem „Jungunternehmer“ eine Menge Aufmerksamkeit bringen, welcher sich nun scheinbar ungefragt und ohne die üblichen Honorare an Boris Becker den Namen Bobbeles zu nutze macht, ist der Webseiten Trafik und der Verweis auf die eigene geschäftliche Seite von *Sparheld.de* bestimmt nicht zu unterschätzen.

Wäre hier ein echter Fan und „Robin Hood“ erschienen, hätte dieser Boris seine Domain still und unerkannt gekauft, sie ohne eigene Werbung einfach weiterlaufen lassen und Boris damit sicher unterstützt. Ich denke behaupten zu können, Boris Becker hätte sich medial mit Sicherheit erkenntlich gezeigt. Eine Becker-Werbekampagne zugunsten von *Sparheld.de* hätte uns mit Sicherheit in naher Zukunft beglückt. Aber auch hier wird mit der gleichen perfiden Selbstdarstellung gearbeitet, wie bei Marcel Remus!

Natürlich erweckt so etwas Interesse bei mir und ich möchte wissen, wer hier einen solch genialen Medien-Coup hinlegt. Mit wenigen hundert Euro mit dem Namen „Boris Becker“ zu werben und eine breitenwirksame Medienkampagne zu bekommen ist ein genialer Schachzug. Da es mit Sicherheit eine Menge Interessenten für die Domain gab, welche sicher auch mehrere Tausend Euro dafür bezahlt hätten, muss man hier ins Detail gehen und schauen, mit wem man es zu tun hat.

*Sparheld.de* hat einen 30 Prozent Gesellschafter der erst einmal unscheinbar daher kommt. Es handelt sich dabei um das Portal *idealo.de* welches allerdings bei näherer Betrachtung eine voll konsolidierte Tochtergesellschaft vom Axel Springer Verlag ist. Springer gehören immerhin fast 75 Prozent an dieser Gesellschaft, welche innerhalb des Konzerns für die Vermarktungsangebote zuständig ist.

Bilanzbericht der idealo.de vom Axel Springer Konzern

Bilanzbericht der idealo.de vom Axel Springer Konzern

Und so fällt auch als Erstes auf, dass Boris Becker trotz des nun erfolgten Eigentümerwechsels immer noch von seinen Social Media Kanälen Twitter und Facebook auf genau diese Seite verlinkt. entweder hat er es noch nicht mitbekommen, dass es nicht mehr seine Seite ist oder es gibt hier einen Werbedeal mit dem Springer-Konzern, von dem Boris entsprechende finanzielle und mediale Vergütung zu erwarten hat.

Bildschirmfoto vom 23.07.2017 Boris Becker Twitter

Bildschirmfoto vom 23.07.2017 Boris Becker Twitter


Bildschirmfoto 23.07.2017 Boris Becker Facebook

Bildschirmfoto 23.07.2017 Boris Becker Facebook

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Vermutet man jedoch etwas ins Dunkle, könnte hier ein sehr interessanter Deal laufen. Der Axel Springer Konzern erwirbt unscheinbar über zwei Verschachtelungen idealo/sparheld die Becker Domain in einer inszenierten Domain-Versteigerung. Damit ist Bobbele aus der Sache erst einmal offiziell raus. Herr Kruthaup von *sparheld* puscht über die hauseigenen Springer-Kanäle wie die WELT „seinen Start-Up“ Laden und bringt neben den werbewirksamen Auflagen der Springerblätter auch noch den Umsatz der Springer-Tochter zum blühen. Offiziell wird hier mit dem Namen von Boris Becker Kasse gemacht, wobei der offizielle Erlös für Becker höchstens bei ca 830,- €uro Versteigerungserlös liegt. Der Axel Springer Konzern gewinnt auf ganzer Linie bei minimalen Finanzeinsatz! Oder…?

Vielleicht hat Boris ja doch etwas von. Springer könnte sich mit einer medialen Werbekampagne für Becker einsetzen und die öffentliche Meinung über ihn kontrollieren oder aber es gibt honorige Werbezahlungen auf ein nicht bekanntes Konto zugunsten von Bobbele. Dann kann auch der Insolvenzverwalter in London oder Leimen nichts machen!

Wie dem auch sei, für einen und/oder mehrere bedeutet die aktuelle Pleite des Boris Becker nun wieder…

… Spiel.Satz.Sieg. Euer consiliarius

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Veröffentlicht in Gedanken des Tages, Menschen, Unternehmen

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