Werdet wie Steve Jobs


Steve Jobs war kein Erfinder, kein Designer, und kein IT Fachmann oder gar Programmierer. Nein, er war Weltverbesserer. Steve Jobs wollte die Dinge, die wir benutzen, besser machen, sie „handlicher“ und „benutzbarer“ machen. Ich habe das erst 2006 verstanden, als ich meine erstes MacBook kaufte.

Immer wieder von dem Gedanken beseelt, einen coolen Mac zu kaufen, wurde mir dies stets „vernünftig“ ausgeredet. So hieß es immer wieder; deine Kunden haben alle Windows-System, das ist nicht kompatibel mit Mac und der ist doch viel zu teuer. Also lies ich die „Vernunft“ walten und kaufte mir das „technisch Beste“ am Markt; den 3.000,- € teuren Toshiba Qosmio G20. Der Qosmio fasziniert durch sein 4-in-1 Konzept. Er war nicht nur ein Notebook, sondern auch DVD Player/Brenner, sowie dank Windows Media Center und des Harman Kardon Audiosystems eine hochwertige Soundanlage, wie auch durch den eingebauten TV-Tuner ein tragbares LCD TV für zu Hause und Unterwegs.

Toshiba QOSMIO G30

Doch auch dieser IT-Hammer aus der Computerwelt befreite mich nicht aus dem gewohnten Nervenkrieg. Aus der Windows-Welt war ich es gewohnt, permanente Sicherheitsupdates zu machen, Software dazu zu kaufen, Viren und Malware zu löschen, regelmäßig zu Defragmentieren und sich mit Software- wie Hardware Kompatibilitätsproblemen herum zu schlagen. Am Schlimmsten war die alltägliche Prozedur des Rechner Hochfahrens, was schon mal einige Minuten in Anspruch nehmen konnte. Und wenn man  nicht gerade einen PC Kurs belegt hatte, war es für meine Generation schon etwas schwerer, die Bedienung der Software zu verstehen, ohne nicht oft folgenschwere Bedienungsfehler mit Datenverlust zu begehen.

Doch dann kam der Mac. 2006 hatte ich Raum und Lust für ein privates „Spielzeug“. Ein 1.000,- € „teures“ MacBook Weiß sollte es sein und so holte ich mir eine Revolution ins Haus, die mein Leben schon spürbar veränderte. War für mich früher ein Computer ein notwendiges Arbeitsgerät, welches mich manche Nerven, Zeit und Geld kostete, wurde ich jetzt ein Computerliebhaber. Ein Computer machte auf einmal Spaß, machte, was man wollte und vorallem, ohne das man irgendwelches Wissen oder Fähigkeiten haben musste, um den Computer bedienen zu können.

MacBook Weiß 2006

Aus dem Karton herausgenommen, aufgeklappt, innerhalb von 5 Minuten seine persönlichen Daten eingegeben und man war ONLINE!!! Ich verstand die Welt nicht mehr. Keine Software laden und verschiedene ZusatzProgramme aufspielen, keine Anmeldeprozesse, keine Verkabelung, keine Netzwerkeinrichtung oder Ähnliches; Nein, einfach aufklappen und beginnen! Das war es. Alles drin, alles dran. Das erste Opfer dieser Erfahrung wurde der fast noch neue Windows-Rechner. Er wurde von mir NIE wieder benutzt! Dafür folgten bei mir später das iPhone, das iPad, weitere MacBooks und eigentlich die ganze Apple-Familie für die Familie. Wir waren in das Ökosystem von Apple eingetaucht. Warum? Weil es einfach war, weil es funktionierte und weil es JEDER benutzen konnte. 

…Und genau DAS IST (war) STEVE JOBS!

Er musste nichts erfinden, er machte die Dinge einfach. Er suchte das Beste am Markt und veredelte es. Danach schaffte er einen zusätzlichen Mehrwert und sorgte sich darum, dass sich der Nutzer seiner Produkte um nichts mehr sorgen musste. Steve Jobs erkannte Möglichkeiten für Verbesserungen und machte sie. Denken wir nur an den MagSafe Anschluss. 2 Laptops habe ich vor Apple verloren, weil ich am Kabel der Windowsrechner hängen blieb und sie damit zu Boden schickte. Ich kann nicht mehr zählen, wieviele Mac Käufe ich allein durch dieses kleine und geniale Kabel auslassen konnte. Doch was können wir daraus lernen?

Erfolg kommt mit der Verbesserung, oft sehr kleine Dinge, die wir dem Menschen in seinen Alltag bringen können. Man muss kein Erfinder sein, von denen die meisten bettelarm und verlacht gestorben sind, um erfolgreich zu werden. Das meiste Geld wird mit Verbesserungen verdient. Wenn Menschen einen Nutzen, einen Mehrwert für sich bekommen, dann spielt auch der Preis dafür nur eine untergeordnete Rolle. Revolutionen fangen im Kleinen an und werden groß, sobald sie den Menschen eine spürbare Verbesserung ihres Lebens bringen.

Wenn ich mich heute nach interessanten Unternehmen umschaue, dann suche ich die „kleinen revolutionären“ Ansätze und nicht das „Next Big Thing“. Eine alte Investorenregel besagt im Übrigen auch, dass man sein Investment regelmäßig überprüfen sollte, mit der Frage; Würde ich unter den heutigen Gegebenheiten wieder in dieses Unternehmen investieren? Wenn die Antwort mit „Nein“ ausfällt, sollte man schnellsten seine Anteile verkaufen, denn nur ein oder zwei Investoren mehr mit dieser Antwort und die Verkaufsflut setzt ein und damit der Verlust.

sj

Unter diesen Umständen habe ich meine Anteile an Apple abgestossen, denn unter der Leitung von Tim Cook sehe ich keine Verbesserungen mehr zum Nutzen der Kunden. Eher im Gegenteil, eine Verschlimmbesserung aller Errungenschaften von Steve Jobs. Doch dazu mehr in meinem Artikel über das neue MacBook Pro in den nächsten Tagen. Mit dem Tod von Steve Jobs hat der Innovationsgeist Apple verlassen und an seine Stelle sind die Programmierer von Gadgets getreten. Apple ist zum Emoji-Stilist geworden. Ich kann euch nur zurufen; „Werdet wieder wie Steve Jobs.“

Doch was bedeutet das für jeden persönlich? Werdet wie Steve Jobs! Geht Eurer Berufung nach. Folgt dem RUF eurer Vorlieben und sucht dort die Verbesserungen. Macht das Leben für mehr Menschen schöner und einfacher und damit lebenswerter, dann ERFOLGt auch die BeLOHNung. Findet eure BERUFung und verwirklicht dort eure Fähigkeiten und euer Wissen in Verbesserungen, die hier und da zu einer Revolution führen. Eine Revolution, die dann nicht mehr aufzuhalten ist, ähnlich die eines iPod oder iPhone, weil die Menschen es einfach haben wollen! Der Grund; sie haben einen Nutzen und Vorteil dadurch, den sie spüren können…

Macht die Welt besser, werdet Weltverbesserer, Euer consiliarius

Advertisements
Tagged with: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Veröffentlicht in ERFOLG, G.O.L.L.E.R.™ Prinzip, Gedanken des Tages, Menschen, Produkte, Unternehmen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Markus Goller

schreibt über...

Gib deine E-Mail-Adresse ein, um diesem Blog zu folgen und per E-Mail Benachrichtigungen über neue Beiträge zu erhalten.

%d Bloggern gefällt das: