Spanien erteilt VISUM für Immobilieninvestoren


Die spanische Regierung hat im September 2013 ein neues Gesetz verabschiedet, welches die Erteilung von VISA bzw. Aufenthaltsgenehmigungen erleichtern und beschleunigen soll. Diese Regelung bezieht sich auf Käufer, die nicht aus der EU kommen und sieht vor, dass jene eine Aufenthaltserlaubnis für sich selbst, die Ehegattin bzw. den Ehegatten, sowie für eigene Kinder unter 18 Jahren oder volljährige behinderte Kinder erlangen können.

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Voraussetzung dafür ist, dass sie eine Immobilie in Spanien aus privaten Mitteln und mit einem Mindestwert von 500.000 € erwerben, ohne hierfür eine Finanzierung in Anspruch zu nehmen. Dieses Visum beinhaltet den uneingeschränkten Aufenthalt in Spanien innerhalb eines Jahres. Nach Ablauf dieses Zeitraumes können die Käufer eine Verlängerung um zwei Jahre beantragen, wobei sie jedoch weiterhin im Besitz der erworbenen Spanien-Immobilie sein müssen. Die Aufenthaltsgenehmigung kann nach Ablauf dieser Zeit, sofern gewünscht, nochmals um zwei weitere Jahre verlängert werden.

Kriterien für die Erteilung dieses Visums sind:

• Nachweis der Immobilieninvestition unter Vorlage der Kaufurkunde oder – sofern die Eintragung im Grundbuchamt in Bearbeitung ist – unter Vorlage der beglaubigten Kopie der Kaufurkunde, die im Grundbuchamt eingereicht wurde

• Nachweis über eine Immobilieninvestition i. H. v. 500.000 €, frei von allen Pfandrechten und Belastungen (Investitionen oberhalb dieser Summe dürfen Pfandrechten oder Belastungen unterliegen)

In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass auch jeder nicht-residente Eigentümer einer Immobilie in Spanien eine Einkommenssteuererklärung beim spanischen Finanzamt abgeben muss. Das kann man entweder persönlich machen (www.agenciatributaria.es, Modelo 210) oder dies von seinem Rechtsanwalt oder Steuerberater erledigen lassen. Diese Erklärung ist auch notwendig, wenn man „nur“ eine Ferienimmobilie besitzt!

Der spanische Staat erhebt eine fiktive Mieteinnahme aus der Immobilie, auch wenn diese nicht vermietet wird. Der Steuerschuldner ist zur Zahlung verpflichtet und das Finanzamt verschickt keine Steuerbescheide (Bringschuld). Der Nutzungswert der Immobilie beträgt 1,1% des Katasterwertes (siehe Abrechnung IBI). Auf diesen Wert müssen 24,75% Steuern gezahlt werden.

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Veröffentlicht in Politik, Vermögensberatung

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