Vapiano


Pasta im Vapiano

Pasta im Vapiano

Heute war Mittagessen im „Vapiano“ Dresden angesagt. Nun, ich mag den Laden zugegebener Maßen nicht besonders, da mir die Mischung aus Edelrestaurant und Mitropa Selbstbedienungsladen nicht ganz zusagt. Irgendwie ist mir das zuviel Hektik für zuviel Geld. Aber gut, die Frauen mögen es und man(n) neigt sich gelegentlich den Wünschen des schönen Geschlechts.

Kaum haben wir die Tür zum Restaurant geöffnet, wuden wir mürrisch von „Doreen M“ empfangen. Ob wir schon mal hier waren, wurden wir angebellt. Hmmm… Ja, klar! Na dann braucht sie ja wohl nichts erklären! OK, bei ihrer Stimmung und dem abweisenden Blick hätte ich sogar als Neuling gerne darauf verzichtet. Eigentlich genau der richtige Moment, die Restaurantentscheidung nochmals zu überlegen und gleich wieder auf dem Absatz umzudrehen. Der liebreizende Blick meiner weiblichen Begleitung lässt mich dennoch hineingehen.

An der Pastatheke angelangt, eine wohlstimmende Überraschung. Ein Koch, der eher ein guter Verkäufer ist, erklärt die Speisen munter, erheiternd und fachlich interessant. Gleich steigt der Appetit und die eigentlich getroffene Speisenauswahl wird zugunsten der Empfehlung geändert. Das Auge isst mit und wird bestens für das Warten belohnt. Zusehen bei der Zubereitung und gebotenes Varieté machen Freude. Der Verzehr später auch und die Qualität macht den Ärger ein wenig wett, der mir zuvor an der Bar des Vapiano geboten wurde:

Dort bestellte ich eine Flasche Weisswein der Sorte Chardonnay aus Südafrika. Der Angestellte war offensichtich etwas damit überfordert. Aus dem Kühlschrank holte er zwar die richtige Flasche heraus und bohrte den Korkenzieher hinein, bis er aus unerfindlichen Gründen den Entschluss fasste, selbigen wieder aus der Flasche zu entfernen und diese zurück in den Weinkühlschrank zu befördern. Danach holte er ein scheinbar billigeres Exemplar aus einem andern Schrank, öffnete sie in hoher Geschwindigkeit und stellte sie mir ohne Kommentar hin. Auf meinen Hinweis, dass dies nicht der gewünschte Wein aus Südafrika war, reagierte er unprofessionell harsch mit den Worten, dass ich doch eine Flasche aus SA wollte und dies eine sei. Ich wies ihn freundlich darauf hin, dass die andere Flasche auch aus SA stammt, aber zudem die von mir gewünschte Marke war. Genervt holte er nun die ursprünglich richtige Flasche wieder hervor, mit dem Hinweis, er hätte auf dem Etikett nicht den Hinweis auf die Herkunft Südafrikas gefunden. Eine scheinbar dumme Lüge, das sich der Hinweis zentral auf der Flasche gut lesbar befand. Allerdings war es eine 1 Liter Flasche und nicht wie der „Ersatz“ nur 0,75 Liter. Netter Abzock Versuch…

Alles in Allem kam wieder kein richtiger Wohlfühlfaktor auf und ich machte meiner weiblichen Begleitung klar, dass mich so schnell nichts wieder ins Vapiano Dresden bringt. Schade eigentlich, denn wenn es nach dem Koch ginge, würde ich hier regelmässig einiges Geld lassen – aber das geht ja auch irgendwie nicht, da man auf eine Karte mit Maximalvolumen von 50 Euro beschränkt wird. Die Geschäftsidee von Vapiano scheint insofern nicht ganz ausgereift zu sein…

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Veröffentlicht in Unternehmen
One comment on “Vapiano
  1. consiliarius sagt:

    Heute erhielt ich gleich 2 eMails vom Vapiano Management und ich muss anerkennen: KLASSE! Reaktionszeit, Ton und Aussage sind hervorragend und zeugen von sehr gutem Kundenmanagement. Davon können sich so einige Unternehmen eine gehörige Scheibe abschneiden. Mein nächster Restaurantbesuch wird zeigen, ob ich doch noch zum Vapiano Fan werden kann…

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